Die Folgen der Coronakrise und der verhängten Lockdowns kommen nun verstärkt ans Licht. Kinder und Erwachsene leiden an den psychischen Folgen, der Pornografiekonsum nimmt dramatisch zu. Eine österreichische Studie zeigt die psychischen Folgen für Jugendliche, Die Presse und ORF berichteten darüber. Diese Veranstaltung von Safer Surfing mit hochkarätigen Experten hat gezeigt, wie besorgniserregend die Situation ist. Das Alter der Konsumenten nimmt ab, die Zahlen dagegen zu. Während es früher vor allem Männer im Alter von 40 bis 50 Jahren gewesen seien, die oftmals „gescheiterte Ehen und verschiedene Sexpartnerinnen hinter sich“ hatten, seien es heute vermehrt „Digital Natives“ im Alter von 25 bis 30 Jahren, die schon „vor der Pubertät mit Pornografie im Internet“ konfrontiert worden wären. (Lesen Sie hier im Beitrag des IEF mehr darüber)
Das Suchtpotential ist besonders hoch, die Folgen für Beteiligte erschreckend. Hier können Sie die Veranstaltung nachsehen.
Hier geht es zur Coronahilfe des Institutes für Ehe und Familie, Wien (Gespräch, Tipps, Hilfe)

Lesen Sie hier den treffenden Artikel in der KLEINEN ZEITUNG (1.4.2021) von Gudrun Kattnig (Katholischer Familienverband Kärnten) über das Problem bei Kindern.

Ein Klick zum Kick: Internetpornografie

In einer nie da gewesenen Anstrengung arbeiten derzeit die besten Köpfe der Welt fieberhaft an einer Bekämpfung der von Covid-19 ausgehenden Gefahr. Die Krise zeigt: ein über Partei- und Ländergrenzen gehendes gemeinsames Engagement ist möglich.

Durch den Lockdown und die zunehmende Isolation verbringen immer mehr Menschen immer mehr Zeit vor dem Computer, den Handys und in den sogenannten sozialen Medien. Viele werden dabei mit pornografischen Angeboten konfrontiert. Ihr Konsum  hat horrend zugenommen. Dies betrifft nicht nur Erwachsene und Jugendliche, sondern zunehmend auch Kinder.

Mehr als die Hälfte der 11- bis 13-jährigen Kinder haben schon Pornografie im Internet gesehen, Mädchen fast genauso häufig wie Buben. Dennoch gehen 74 Prozent der Eltern fest davon aus, ihre Kinder hätten noch nie Pornografie gesehen. Das ist besorgniserregend.
Pornoseiten haben monatlich mehr Nutzer als Netflix, Amazon und Twitter zusammen. Der Konsum dieser Seiten ist nachweislich inzwischen der größte Risikofaktor für sexuelle Gewalt und Beziehungsstörungen. Pornografiesucht ist zu einem großen gesellschaftlichen Problem geworden, über das zu wenig gesprochen wird.
Besonders erschreckend ist die Zunahme von sexueller Gewalt und Kinderpornografie.

Wenn Kinder, bevor sie eigene Erfahrungen mit Freundschaft und Liebe gemacht haben, mit diesen Bildern konfrontiert werden, wird ihnen etwas genommen. Sie brauchen Schutz.
Wer Kinder flächendeckend mit Tablets ausstatten möchte, muss sich der Gefahren bewusst sein und das Geld für die nötigen Filter in die Hand nehmen!
Schützende Maßnahmen sind nicht nur im Blick auf den Körper und gefährliche Viren wichtig, sondern müssen dringend auch für die Seele gesetzt werden. Vor allem im Blick auf unsere Kinder.

Die Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger, so das Fazit einer virtuellen Expertenrunde, die gerade zum Thema „Pornokonsum & psychische Gesundheit“ tagte. Da gibt es nichts zu verniedlichen.
Statt Kopf in den Sand: Augen auf! Nachschauen lohnt: safersurfing.org